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SPD Distrikt Ellen

Ute Schäfer: Ideologiefreie Debatte über UN-Bericht notwendig

Schule und Bildung

Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion
Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion

"Eine ideologiefreie Debatte über die Ergebnisse des Bildungsberichts des UN-Sonderberichterstatters Vernor Muñoz" hat heute die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Ute Schäfer in Düsseldorf gefordert. "Wir dürfen nicht zulassen, dass ein UN-Berichterstatter diskreditiert wird, nur weil der kritische Blick von außen nicht in die bildungsideologischen Vorstellungen einzelner Parteien passt", sagte Schäfer. "Die zum Teil reflexartige Abwehr gegenüber Experten und Wissenschaftlern, die notwendige Veränderungen im Bildungssystem fordern, ist nicht nur absurd, sondern auch fahrlässig."

Vernor Muñoz stellt in seinem heute vorgestellten Bericht fest, "dass die erfolgreiche Reform des gesamten deutschen Bildungssystems als Ganzes sowohl inhaltlicher als auch struktureller Reformen bedarf". Er fordert den "Wandel von einem selektiven Bildungssystem zu einem System, bei dem das Individuum unterstützt wird", "größere Unabhängigkeit der Schulen", die "Verbesserung der Bildungsinhalte und Methoden", die "Verstärkung der demokratischen Schulstruktur", "verstärkte Kindergartenangebote, die Einführung von Ganztagsschulen und den Verzicht auf ein gegliedertes Schulsystem".

Schäfer kritisierte, dass das nordrhein-westfälische Schulministerium der Bitte des Schulausschusses nach einer schriftlichen Stellungnahme zum Bildungsbericht des UN-Sonderberichterstatters bisher nicht nachgekommen ist. "Der Landtag kann wohl zu Recht erwarten, dass sich die Schulministerin dieses Landes mit der Kritik der UN auseinandersetzt und in der Lage ist, eine differenzierte Stellungnahme abzugeben", so Schäfer.

Die Ergebnisse und Kritik des UN-Sonderberichterstatters dürften der Schulministerin nicht neu sein. Auch der PISA-Koordinator Andreas Schleicher hatte sich vor wenigen Wochen erst auf einem Kongress des Schulministeriums ähnlich geäußert. "Wer die Ergebnisse unserer Arbeit so interpretiert, dass das gegliederte Schulsystem wesentlich mitverantwortlich für viele der aufgezeigten Probleme ist, indem es insbesondere Chancenungerechtigkeit im Bildungssystem tendenziell verstärkt, und wer daraus schließt, dass sich eine nachhaltige Verbesserung von Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit langfristig nur im Einklang mit einer Reform der Bildungsstrukturen erreichen lässt, der hat uns richtig verstanden", sagte Schleicher am 3. Februar in Essen.

Schäfer forderte die Landesregierung auf, die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht weiter zu ignorieren, sondern sich einer ideologiefreien Debatte über die beste Bildung für alle jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen zu stellen.

 

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