CDU und FDP beschließen den Verkauf des Staatswaldes in der Eifel
„Für die Eifel ist dies eine Katastrophe“, ist Liesel Koschorreck (SPD) bestürzt. Am Mittwoch hat die CDU-/FDP-Koalition in Düsseldorf alle Hoffnung zunichte gemacht, dass die Privatisierung von 2700 ha Staatswald im Kreis Euskirchen noch verhindert werden könnte.
„Immerhin hat der Euskirchener CDU-Abgeordnete Clemens Pick sich nach langem Zögern dazu entschließen können, gemeinsam mit SPD und Grünen im Landtag gegen den Verkauf zu stimmen.“ Enttäuscht zeigt sich Liesel Koschorreck jedoch darüber, dass der CDU-Kollegen Rolf Seel diesem guten Beispiel nicht gefolgt ist.
Koschorreck und Seel sind für den Südkreis Düren und die Gemeinden Dahlem, Hellenthal und Schleiden im Kreis Euskirchen zuständig.
Ein breites Bündnis aus dem Kreis Euskirchen, den betroffenen Kommunen, Naturschutzverbänden, dem Eifelverein und Parteien hatte sich gegen den Verkauf des Staatswaldes an eine private Stiftung gewandt. Auch zahlreiche CDU-Bürgermeister hatten sich gegen das Vorhaben gestellt. Leider ohne Erfolg: „Was in Jahrhunderten entstanden ist und für einen nachhaltigen Naturschutz und eine nachhaltige Waldwirtschaft dienen soll, wird aus kurzfristiger Sicht für eine vermeintliche Haushaltskonsolidierung verkauft,“ empört sich die SPD-Landtagsabgeordnete Koschorreck.
Die private Stiftung sei nicht gemeinnützig, diene nur den Interessen der Stifterfamilie und sei auf 20 Jahre beschränkt. „Wir als Landtagsabgeordnete sind dagegen allen zukünftigen Generationen in NRW verpflichtet.“